Renaturierungsprojekt Satrupholmer Moor
Auszüge aus Hochmoorschutzprogramm in Christiansholm 21 Juni 2012 von Manfred Koch

Das Satrupholmer Moor ist ein stark verändertes Hochmoor, 10 km östlich der Linie Flensburg-Schleswig; gerade noch im atlantischen Klimabereich.

Zur Situation vor 2010:
Im Rahmen der Parzellierung des Gutes Satrupholm im Jahr 1772 wurde auch das Moor aufgeteilt.Die Flurbereinigungskarte von etwa 1978 zeigt 130-140 Parzellen, die etwa 70-80 Eigentümern gehören. Die Fläche innerhalb des Ringgrabens beträgt etwa 85 ha. Diese Karte war 2010 der Einstieg und Grundlage für späteres Handeln.

Bei einer Begegnung im Spätsommer 2010 mit Frau Brettschneider von der LLUR umriss sie das Moorschutzprogramm und dies war der Start zum Handeln.

Das Bestechende am Moorschutzprogramm ist die Möglichkeit, dass Vereine oder Einzelpersonen weitestgehend mit öffentlichen Mitteln Moorflächen erwerben können. Im Vorstand beschlossen wir, das wir als Verein kaufen wollten.

Es wurden einzelne Maßnahmen geplant, Frau Bretschneider stellte den Kontakt zu Frau Dr. Wilhelmy bei der Stiftung her, die uns die Kostenübergabe für Ankäufe zusagte.

Nun wurden die Eigentümer ermittelt, diese wurden angesprochen oder angeschrieben, ob sie verkaufen würden.

Wir betonten, dass wir als örtlicher Verein kaufen würden und den Eigentümern keine Kosten entständen. Diese Aussage war bei den kleinen Parzellen wichtig, da andernfalls Notar- und Umschreibungskosten einen Verkauf unsinnig gemacht hätten.

Im Januar 2011 wurde der erste Antrag bei der Stiftung gestellt. Es lagen 18 Verkaufszusagen vor, über gut 11 ha und dies wurde ergänzt durch Vorschläge für Erhaltungs- und Entwicklungsmaßnahmen.
Die Stiftung Naturschutz SH stimmte ohne Einschränkung zu und so änderte sich die Eigentümerkarte nach dem Sammeltreffen beim Notar sehr deutlich.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung konnten Frau Dr. Wilhelmy und Frau Bretschneider das Ergebnis einer interessierten Öffentlichkeit und der presse vorstellen.
Für weitere Flächen haben wir im August 2011 eine mündliche Vernässungszusage erhalten. Dazu wurden alle verbliebenen Eigentümer zu einem gut besuchten Rundgang eingeladen.

Anmerkung der Redaktion:
Weiter Gespräche fanden statt, wieder Treffen beim Notar, bis der Bagger mit den Maßnahmen im Winter 2011-2012 beginnen konnte.