Großzügige Spende in Fledermauskästen investiert

Dank Britta Marquardsen, Inhaberin von Optik Marquardsen in Satrup, finden Fledermäuse neue Sommerquartiere im Europawald in Satrup vor. Ihre großzügige Spende über 350 € und eine Aufstockung durch den Naturschutzverein Mittelangeln ermöglichte die Anschaffung von insgesamt zwölf Fledermauskästen, sechs große und sechs kleine, sowie 3 Vogelnistkästen.

Elise Dierking vom Naturschutzverein Obere Treenelandschaft und Udo Harriehausen von den Landesforsten unterstützten mit ihrer Fachkenntnis bei der Auswahl eines erfolgversprechenden Standortes und der passenden Bäume.
Die Wahl fiel auf den Europawald, weil es dort nicht nur ca. 30 Jahre alte Bäume gibt, sondern Fledermäuse gesichtet wurden. In seiner nahen Umgebung befinden sich Siedlungen, ein Wassergraben, ein Teich sowie eine Obstwiese, die einen abwechslungsreichen Lebensraum bieten.

Fledermäuse sind die einzigen fliegenden Säugetiere und gesetzlich geschützt. Sie können bis zu 30 Jahre alt werden. Die Weibchen ziehen im Jahr nur ein bis zwei Junge groß. Normalerweise nutzen sie Baumhöhlen oder Öffnungen an Gebäuden, damit sie in Spalten und Gebälk gelangen. Beides wird wegen Dämmung der Häuser und Durchforstung der Wälder knapper, sodass Kästen für einige Arten eine sinnvolle Alternative sind.

https://www.oberetreenelandschaft.de/seite/417176/fledermäuse.html

https://schleswig-holstein.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/fledermaeuse/arten- und-biologie/index.html

Elise Dierking veranschaulichte anhand eines Plakats, welche Fledermausarten sich bei uns aufhalten, welche bisher in Kästen angetroffen wurden und welche in diesen Kästen ihre Jungen großziehen. Udo Harriehausen berichtete, dass in großen Kästen sogar bis zu 60 Tiere gezählt wurden.

In den Siedlungen sieht man u. a. häufig die Zwergfledermaus und die Breitflügelfledermaus. In und am Wald trifft man auf das Braune Langohr, den großen Abendsegler, auf Fransen- und Wasserfledermaus, so die Beobachtungen des NSV Obere Treenelandschaft.
Wasser-, Mücken-, Rauhhautfledermaus und Abendsegler nehmen Kästen gern an.1
Wir sind gespannt, welche Arten die Kästen im Europawald beziehen werden.

Zergfledermaus

Die Kästen wurden in zwei Gruppen zu je 6 Kästen aufgehängt, damit die Fledermäuse miteinander kommunizieren können. Die Flugöffnungen zeigen in westliche Richtung. Kleine Äste um den Kasten herum wurden abgesägt, damit sich keine Feinde der Fledermäuse, wie zum Beispiel Eulen, vor dem Kasten positionieren können.

Als weiteres Angebot wurden die drei Vogelnistkästen dazu gehängt.
Kleines, aber wichtiges Detail beim Anbringen: ein Abstandshalter aus Holz, der das Einwachsen des Nagels in den Stamm verhindert.
Frau Marquardsen überzeugte sich vor Ort von der Verwendung ihrer Spende im Sinne des Naturschutzes.
Nun hoffen wir, dass die Fledermäuse die Kästen als Sommerquartier und/ oder Wochenstube in den kommenden Jahren annehmen und in ihnen viele Junge großziehen werden.

Naturschutzverein Mittelangeln e. V.

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